Rundes Public Viewing im Garten

Was gibt es bei Sonnenschein schöneres, als die Fußball-Weltmeisterschaft mit ein paar guten Freunden im eigenen Garten zu genießen. Wir zeigen, wie man das Spiel ins Freie auf die große Leinwand verlegt und sein eigenes Public Viewing veranstaltet. Mit unserer Checkliste wird die Gartenparty zum wahren Fußballfest.

Flachbildfernseher, Couch und kühles Bier – das sind eigentlich ideale Voraussetzungen, um die Fußball-Weltmeisterschaft gebührend zu zelebrieren. Doch für den Public Viewing-Einsatz im Garten oder Hof ist der 50-Zoll-Fernseher dann leider oftmals doch zu klein. Besser ist ein Beamer, der das Spiel auf eine große Leinwand projiziert. Doch selbst wenn die Sonne nicht direkt auf die Leinwand scheint, stört meist Licht das Bild. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich sicherstellen, dass das Spiel perfekt zu sehen ist:

  • Die Leinwand sollte schattig stehen und auch rundherum abgedunkelt sein, etwa in einem Carport oder unter einem Gartenpavillon aus dem Baumarkt. Notfalls reicht auch eine dunkle Plane oder ein dichtes Tuch.
  • Für das Heimkino optimierte Beamer eignen sich oft nicht für den Außeneinsatz. Um ein vernünftiges Bild zu bekommen, sollte das Gerät eine Helligkeit von mindestens 3000 Lumen haben.
  • Auch wenn es verlockend einfach erscheinen mag, das Bild direkt auf die weiße Haus- oder Garagenwand zu werfen – ein gutes und helles Bild bekommt man wirklich nur mit einer Leinwand. Anders als in abgedunkelten Räumen empfiehlt es sich, im Freien statt einer weißen eine graue bis dunkelgraue Leinwand zu nutzen.

Muss ein Public Viewing angemeldet werden?

Wenn man ein Spiel außerhalb der eigenen vier Wände zeigt, z. B. auf der Arbeit, im Verein oder auf öffentlichen Plätzen, handelt es sich offiziell um eine öffentliche Übertragung. Und das ist in der Regel lizenzpflichtig. Doch für die private Gartenparty gilt eine Ausnahme: Kommen zum Public Viewing weniger als 300 Zuschauer, wird kein Eintritt verlangt und nichts durch ein Sponsoring Dritter hinzuverdient, ist die Lizenzpflicht aufgehoben – und das dürfte auf die allermeisten Gartenpartys zutreffen. Dann darf das Public Viewing veranstaltet werden, ohne dass es zuvor angemeldet werden muss.

Den Garten auf Vordermann bringen

Bevor die WM-Party beginnen kann, muss der Garten erst mal so richtig aufgeräumt werden. Gartengeräte gehören in die Gartenhütte oder den Keller. Gartenabfälle sollten auf den Kompost oder in die Biotonne wandern. Blumentöpfe und andere Stolperfallen müssen beiseite geräumt werden. Sobald der Rasen freigeräumt ist, kann er gemäht werden. Anschließend Grill und Gartenmöbel von Staub befreien. Im Keller finden sich vielleicht noch weitere Sitzgelegenheiten für das Public Viewing. Und falls nicht, leihen Nachbarn oder Freunde bestimmt gerne ein paar Gartenstühle aus.

Für das leibliche Wohl muss gesorgt sein

Auf Gartenpartys ist Grillen natürlich besonders beliebt. Aber auch ein kaltes Buffet mit verschiedenen Salaten und selbst gemachten Fleischbällchen kommt immer gut an. Leicht zu organisieren ist auch ein italienischer Abend mit verschiedenen Pasta-Sorten und Saucen. Man braucht lediglich eine Möglichkeit, die Gerichte warm zu halten.

Lese-Tipp: Der Beitrag 'Ultimative Grillmeister Tipps' enthält alles wissenswerte über Kohle, Grillgut und Co.

Bei den Getränken lässt sich nicht viel falsch machen. Eines ist jedoch besonders wichtig: kühl sollten sie sein! Bier und Radler dürfen beim Public Viewing natürlich nicht fehlen. Zur Grundausstattung gehören aber auch nichtalkoholische Getränke wie Wasser, Saft und Softdrinks. Welche Getränke sich bei Blasenschwäche besonders gut eignen haben wir in unserem Artikel 'Dem Durst geben was er braucht - Wasser' zusammengestellt.

Tipp: Campari-Bier – der perfekte Durstlöscher

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Jubeln macht durstig. Wie wäre es mit einem besonderen WM-Party-Drink?

Zutaten für 2 Portionen:

  • 4 cl Campari
  • 4 Eiswürfel
  • 0,33 l gekühltes Pils
  •  0,3 l kohlensäurehaltiges Mineralwasser
Und so wird’s gemacht:

Campari und 2 Eiswürfel in zwei Gläser geben. Erst gekühltes Pils, dann kohlensäurehaltiges Mineralwasser auf beide Gläser verteilen. Vor dem Servieren vorsichtig umrühren. Prost!

Checkliste: So gelingt die Gartenparty

Sobald die grundsätzlichen Vorbereitungen getroffen sind, stehen noch ein paar organisatorische Dinge an. Unsere Checkliste dient als roter Faden:
  • Auch im Sommer kann es plötzlich regnen. Deswegen empfiehlt es sich, zur Sicherheit einen Pavillon oder ein Partyzelt aufzubauen, unter dessen schützendes Dach die Gäste flüchten können.
  • Keine Public Viewing ohne Dekoration! Der Garten hat zwar durch Blumen und Pflanzen bereits ein schönes Ambiente. Zu einem gelungenen Fußballabend gehören aber auch Fahnen, Girlanden, Haarreifen, Hüte und Fan-Schminke.
  • Zwar bleibt es im Sommer länger hell, aber die Beleuchtung für die zweite Halbzeit der Abendspiele darf nicht fehlen. Gartenfackeln wirken edel und verbreiten eine gemütliche Stimmung. Lampions und Lichterketten, die kein grelles Licht ausstrahlen, sind die optimale Partybeleuchtung.

  • Nichts stört eine Gartenparty mehr als eine Insektenplage. Um Stechmücken erst gar keinen Grund zu geben, sich im heimischen Garten niederzulassen, können Mückenkerzen angezündet werden. Getränkedeckel für die Gäste sind ebenfalls sehr sinnvoll, damit keine Insekten in die Gläser fliegen. Mit Glasglocken, geschlossenen Dosen oder Klarsichtfolie lässt sich das Essen schützen.
  • Auch während der Fußball-Weltmeisterschaft gelten Regeln. Die Nachtruhe einhalten und die Nachbarn einfach vorher über die Gartenparty informieren und um Verständnis bitten. Noch besser: Gleich mit dazu einladen! Damit schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Man lernt einander besser kennen und vermeidet Beschwerden wegen Essensgerüchen oder zu lauten Fangesängen.
Wer jetzt auf den Party-Geschmack gekommen ist kann sich von unseren Party-Knigge-Tipps für Männer noch einiges abgucken. Hier geht’s zum Artikel: