Party-Knigge: Dos und Don’ts für Männer

Feiern will gelernt sein. Denn auf Partys lauern jede Menge Fettnäpfchen, die es zu umschiffen gilt. Wir helfen dabei – mit unseren Party-Tipps für Vertreter des starken Geschlechts.

Vorglühen ist gefährlich

Vor einer Partynacht darf bei vielen eines natürlich nicht fehlen: das Vorglühen. Doch sich bereits vor der eigentlichen Party mit Freunden zu Hause oder in der Kneipe zu treffen, birgt – vorsichtig gesagt – gewisse Gefahren. Getränke sind da, die Musik wird aufgedreht. So wird aus dem Vorglühen schnell ein totaler Absturz. Deshalb vor der eigentlichen Feier besser keine hochprozentigen Getränke konsumieren. Bestenfalls ein Bierchen. Oder den Abend lieber erst auf der eigentlichen Feier starten lassen.   

Was ziehe ich bei welchem Dresscode an?

Wer kennt das Problem nicht? Man bekommt eine Einladung, auf der ein Dresscode vorgegeben wird. Puh! Ok, erstmal schnell googlen, was das überhaupt heißt. Anschließend folgt meist eine panische Suche im Kleiderschrank, ob alles vorhanden ist, was man braucht. Ruhig Blut! Wir erklären, was der Dresscode auf der Einladung bedeutet und was „Mann“ dazu tragen muss.
  • „Smart Casual“ bedeutet elegante Freizeitkleidung: Hemd oder Polo-Shirt und dunkle Jeans. Kommt man direkt aus dem Büro, können Anzughose und -schuhe angelassen werden. Die Krawatte wird aber ausgezogen und das Sakko abgelegt.
  • „Black Tie“ wird oft bei offiziellen Abendanlässen oder Dinner verlangt. Bei einer Black Tie Veranstaltung herrscht Smoking-Pflicht, am besten in schwarz oder einem sehr dunklen blau. Dazu ein Hemd mit verstärktem Kragen und Doppelmanschetten, Kummerbund und Einstecktuch, schwarze Fliege und schwarze Schuhe.
  • „White Tie“ gilt meist bei hochoffiziellen Abendanlässen und Bällen: Männer tragen dabei schwarzen Frack und Hose, weiße Weste mit tiefem Ausschnitt, Stehkragenhemd mit umgebogenen Ecken und verdeckter Knopfleiste, weiße Fliege und Lackschuhe.
  • „Cocktail“ ist selten, kommt aber bei eleganten Partys vor: Hochgeschlossener dunkler Anzug, Hose mit Bügelfalte, Hemd, dunkle Krawatte und lässige Schnürschuhe.
  • „Cut“ wird manchmal noch zu Hochzeiten und festlichen Empfängen verlangt. Der Mann trägt dabei ein schwarzes Schoßsakko mit durchlaufend geschwungener Vorderkante („Cut“), Streifenhose ohne Umschlag, weißes Kragenhemd, graue Weste und Krawatte.
  • Auf der Einladung ist kein Dresscode angegeben? Dann kann man anziehen, was man möchte. Trotzdem sollte man sich natürlich Gedanken um sein Outfit machen.  

Früh, spät, gar nicht?

Wer es noch nicht bemerkt hat: Wer zu spät auf eine Party kommt, ist cool. Die aller Coolsten kommen übrigens zuletzt auf eine Party! Notorische Zuspätkommer haben vorher noch andere Dinge zu tun, die sie unterschwellig wichtig und allseits beliebt machen. Außerdem präsentieren sie sich als Kenner der Party-Szene. Sie wissen, dass vor einer gewissen Uhrzeit keine Stimmung aufkommt. Oftmals sind es aber einfach auch nur die geduldigen Männer, die in aller Ruhe abgewartet haben, bis ihre Partnerinnen endlich im Bad fertig waren.

Nette Aufmerksamkeit als Dankeschön

Wer zu Besuch kommt und sich zuvor Gedanken über ein kleines Mitbringsel gemacht hat, kann beim Gastgeber so richtig Punkten. Je nachdem, wie gut man ihn oder sie kennt, kann man dabei auf Interessen und Hobbys eingehen: Kleine Geschenke wie eine Flasche Wein, etwas Süßes oder eine Tasse eignen sich für jeden. Lustige Geschenke wie Kondome mit Geschmack, Geld als Grillanzünder oder ein Busen-Memory erfordern hingegen etwas Hintergrundwissen.

Karaoke kann so peinlich sein

Zugegeben, Karaoke ist für die meisten Menschen peinlich. Deshalb sollte man es auch bei einem, vielleicht zwei Liedern belassen. Ganz verzichten muss man auf den Spaß aber nicht. Mit gesunder Selbsteinschätzung und der richtigen Songauswahl kann eigentlich nicht allzu viel schief gehen. Wer wirklich gar keinen Ton trifft, sollte sich für Titel ohne rasante Melodieverläufe und Oktavensprünge entscheiden. „We will rock you“ von Queen und „Yellow Submarine“ gehen eigentlich immer.

Smalltalk kann man lernen

Wenn man auf einer Party niemanden kennt, kann es schwierig sein, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Doch gepflegter Smalltalk ist eine Kunst, die wirklich jeder lernen kann! Anfangs braucht es vielleicht ein bisschen Überwindung, aber mit der Zeit wird man sicherer. Ganz wichtig: Nicht hinter der eigenen Partnerin oder dem Gastgeber verstecken, sondern sich locker unter die Gäste mischen. Mit unseren Small-Talk-Tipps kommt man ganz leicht ins Gespräch:

  • Ein Lächeln ist immer ein guter Gesprächseinstieg.
  • Der beste Eisbrecher ist ein Kompliment, etwa über das Outfit des Gegenübers.
  • Auch wenn es nicht besonders originell ist: Nach dem Beruf fragen! Die meisten Menschen erzählen gerne von ihrer Arbeit, denn schließlich beschäftigen sie sich den ganzen Tag damit.
  • Durch Nachfragen und aufmerksames Zuhören lässt sich Interesse bekunden.
  • Offene Fragen stellen, die sich nicht einfach mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten lassen. So bleibt das Gespräch am Laufen.
  • Auf andere Themen umschwenken, z. B. Lieblingsfilme, Buchempfehlungen oder Reiseziele.
  • Wem die klassischen Smalltalk-Themen zu langweilig sind, kann natürlich auch tiefgründigere Fragen stellen.
  • Im Gespräch nach Gemeinsamkeiten suchen. Gemeinsamkeiten, wie z. B. gleiche Interessen, sind ideal als Gesprächsthema.

Vorsicht vor schlechter Anmache

Flirten macht Spaß, ist aber auch sehr anstrengend. Etwas Alkohol macht die Sache gleich viel leichter. Aber natürlich nicht zu viel, denn sonst gerät die Anmache schnell zur dumpfen Baggerei. Gerade auf Partys ist der Grat zwischen Mega-Blamage und richtig gutem Flirt besonders schmal. Von peinlichen Anmachsprüchen ist abzuraten, z. B. „Ich stehe im Telefonbuch unter H wie Hengst.“, „Ich bin vom ADAC und würde dich gerne heute Abend abschleppen.“ oder „Ich bin so schlecht im Bett – das musst du erlebt haben.“ Besser: Humor beweisen, Komplimente machen und charmant sein.

Katerprävention

Hinterher ist es meistens zu spät. Um das Elend am Tag nach der Party zu verhindern, hilft nur schlaues Vorbeugen: Einfach genau so viel Wasser trinken wie Alkohol. Das heißt: Für jedes Glas Bier oder Wein, ein Glas Wasser hinterher. Das hilft übrigens auch dann noch, wenn man schon einen Schwips hat

Am Morgen danach kann man Kater und Körper einen ordentlichen Vitaminkick durch Detox-Säfte verpassen. Hier geht’s zu den Rezepten 'Detox - Fasten das Stark macht'.

Tanzen für Untalentierte

Während Frauen von Natur aus zu den schwungvollsten Bewegungen befähigt scheinen, stehen Männer auf einer Party meist wie ein Sack Zement rum. Fehlendes Tanztalent lässt sich aber relativ einfach überspielen:
  • Einen Platz auf der Tanzfläche suchen, an dem viel los ist. Dann sieht niemand, wie steif man unterwegs ist.
  • Bloß nicht direkt neben Leuten tanzen, die wirklich tanzen können. Böser Fehler.
  • Weniger ist mehr! Nicht in die Knie gehen, nicht hüftenkreisen, nicht robotern, nicht leitersteigen – das kann nur schief gehen.
  • An einem Getränk festhalten. Alle werden Verständnis dafür haben, dass man mit einem Sektglas in der Hand nicht abgehen kann.
Eine flotte Sohle aufs Parkett bringen geht auch ganz klassisch: Standardtänze sind wieder im Kommen! Foxtrott und Co. tanzt sich natürlich dann erst richtig rund, wenn die Grundschritte sitzen. Dafür  einfach sämtliche Lernvideos im Internet anschauen und nachtanzen.

Die nächste Party kommt bestimmt! Wie wäre es mit Public Viewing im Garten? Hol dir für deinen Fußballabend ein paar Tipps aus unserem Artikel 'Rundes Public Viewing im Garten'.