Kampfsportarten im Trend.

Fitness-Kick!
Kampfsportarten im Trend.

Karate Kid, Chuck Norris, Bruce Lee, Jackie Chan – diese Figuren haben uns die Magie der fernöstlichen Welt nähergebracht. Mit der Zeit wurden dann auch hier Kampfsportarten zur Fitnesssteigerung populär. Mach dich in diesem Artikel gefasst auf neu-alte Kampfarten, die gerade im Trend sind, finde heraus, welche zu dir passen könnten und hole dir Stärke durch Bewegungs- und Konzentrationssysteme für den Alltag.

Der fein harte Unterschied

Kampfsport und Kampfkunst werden oft fälschlicherweise über einen Kamm geschert. Die Gemeinsamkeit besteht darin, dass man kämpft, um sich zu verteidigen. Kampfsport stellt einen Wettbewerb mit klaren Regeln dar. Hier wird in Gewichtsklassen und Fähigkeiten der Schüler unterschieden, um einen fairen Ablauf zu garantieren. Spezielle Ausdauerübungen wie Seilspringen, Lauftraining und Sandsack-Training sind für einen sportlichen Kampf über mehrere Runden unerlässlich. Kraft und Ausdauer sind mitentscheidende Faktoren für den Ausgang eines jeden Kampfes. Bei der Kampfkunst gibt es keinen Wettbewerb. Diese Regelung entstammt früheren Zeiten, in denen weder Fairness noch Mitleid zu erwarten war. Das Motiv, warum man eine solche Sportart erlernen möchte ist für jeden individuell zu betrachten.
 
Fitness, Kondition, Aussehen:
Viele Bewegungen stärken den gesamten Körper. Muskeln werden aufgebaut und definiert. Kondition und Technik werden aufgebaut.
 
Persönliche Sicherheit, Atmung, innere Ausgeglichenheit:
Das Selbstbewusstsein wird gestärkt und man lernt, wie man in Situationen der Selbstverteidigung handeln kann. Atemtechniken wirken sich positiv auf den Organismus aus und bringen Ausgeglichenheit in den Alltag.

Die Klassiker

Am beliebtesten sind unbewaffnete Kampfsportarten – hier kann man sich weniger selbst verletzen und sich noch mehr auf seinen Körper und die verschiedenen Technikabfolgen konzentrieren.

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Tipp: Boxhandschuhe sollten wie die Faust aufs Auge passen. Lass dich einfach in Sportgeschäften beraten.

Boxen – der King im Ring
Diese Faustkampfkunst wurde schon in der Antike, bei den 23. Olympischen Spielen, ausgetragen – im Boxring des 20. Jahrhunderts wurde dann Muhammad Ali zur Legende. Das heutige Boxen ist eine der vielseitigsten und intensivsten Fitness-Sportarten und lässt ungeliebte Fettpolster schmelzen. Es werden Koordination und Reaktionsfähigkeit trainiert und gleichzeitig eine hohe Körperspannung gefordert, um die eigene Deckung halten zu können.
 
Wenn du leicht in den Sport reinkommen möchtest, kannst du in die Fitnessstudios in deiner Umgebung reinschnuppern. Meist wird dort „Fitness-Boxen“ kurz Fit-Bo angeboten. Hier werden klassische Box-Grundschritte mit Aerobic- und Workout-Elementen kombiniert.
Bei einem richtigen Boxtraining wird gezielt darauf trainiert, später in den Ring zu steigen. Aber auch noch Unerfahrene können Technik und Co. am Sandsack und Punching Ball trainieren.

Wer eine schwache Blase hat, kann anstelle von Seilspringen seine Koordination über zusätzliche Spinningkurse aufbessern. So wird die Blase weniger gereizt.

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Tipp: Vereinbare einfach bei einem Kickbox-Studio in deiner Nähe eine Probestunde

Kickboxen – mit Hand und Fuß
Kickboxen wird zu den effektivsten und schnellsten Fitness-Sportarten gehört. Es basiert auf den traditionellen Grundlagen und Techniken von Boxen, Karate und fernöstlichen Kampfsportarten und ist das optimale Training für Beweglichkeit, Ausdauer, Kondition und Kraft. Im Gegensatz zum klassischen Boxen dürfen Schläge mit Händen und Füßen ausgeführt werden.
 
Kickboxen ist vielfältig und überlässt einem je nach Trainingseinheit, ob man in den Semikontakt, Leichtkontakt oder Vollkontakt tritt. Tiefschläge sind bei diesem körpernahen Sport verboten. Trotzdem ist Schutz Pflicht! Bei uns Männern ist der Tiefschutz selbst beim Training ein präventives Accessoire – bei Wettkämpfen ist zusätzlich der Zahnschutz Vorschrift.

Es geht noch härter: Thaiboxen, die Kampfkunst Muay Thai, ist der Nationalsport Thailands und gilt als eine der härtesten Kampfsportarten der Welt. Das Verletzungsrisiko ist im Gegensatz zu den europäischen Boxformen höher – die Faustschlagtechniken sind ähnlich, aber es sind mehr Schläge und Griffe erlaubt.

Bis zum schwarzen Gürtel
Wer bisher den Unterschied zwischen Karate und Judo nicht gewusst hat – kein Problem, das geht vielen so. Die Gemeinsamkeit: beide Stile kommen aus Japan.
 
Karate beruht auf der Philosophie, ohne Waffen auszukommen und auf der Loslösung von allem Negativen. Das Ziel ist die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit durch Selbstbeherrschung und Konzentration. Die ursprünglich reine Selbstverteidigungstechnik wurde von Shaolin-Mönchen entwickelt – bis heute wurde Karate so weiterentwickelt, dass auch hier ein Regelwerk für Wettbewerbe aufgesetzt wurde.
 
Hochkonzentrierte, präzise und schnelle Tritte, Schläge und Stöße sind ausschlaggebend für Karate. Am ehesten bleiben jedoch die beeindruckenden Zerschlage-Techniken im Kopf, bei denen Holz, Stein oder Ziegelsteine mit bloßer Hand zerschlagen werden.
 
Judo zielt darauf ab, den moralischen Weg der Gewaltlosigkeit zu gehen. Warum ist das Ganze dann eine Kampfsportart? Es ist ein japanisches Selbstverteidigungssystem, ohne gefährliche Schritte und Schläge, welches in Stand- und Bodentechniken unterteilt ist. Mit den Standtechniken wirft man den Gegner auf die Matte und versucht ihn durch Armhebel und Haltegriffe am Boden zu halten.
 
Wie auch beim Karate starten die Judo-Schüler mit einem weißen Gürtel und haben nach aufeinander aufbauenden Prüfungen die Judo-Ausbildung mit einem schwarzen Gürtel absolviert.

Die Kür

Andere Länder, andere Kampfsportstile. Während Boxen und Karate schon fast zur alten bekannten Schule gehören, gibt es weitaus ältere Kampfstile, die sich in den letzten Jahren zu immer größerer Beliebtheit durchgeschlagen haben.

Taekwondo
Der Weg des Fußes und der Hand – das steht hinter der traditionellen, koreanischen Kampfsportart Taekwondo, die sogar als olympische Disziplin antritt. Für diesen Sport ist man nicht zu jung und nicht zu alt – Vorkenntnisse aus anderen Kampfsportarten braucht es nicht. Zwar gibt es auch hier Abfolgen von Fuß- und Handtechniken, wie in anderen Kampfsportarten auch, jedoch dominiert hier der Fuß.
 
In den Kursen wird man gelehrt, wie man sich mit Taekwondo-Techniken verteidigt. Vor allem wenn man bereits angegriffen wird und sich dann aus Griffen befreien muss. Aus anderen Kampfsportarten werden zudem Würge-, Hebe- und Wurftechniken geübt, damit in einer Notwehrsituation jede Art von Wehr zur Verteidigung genutzt werden kann.
 
Jiu Jitsu
Das Besondere an dieser Kampfkunst: es gibt keine fest vorgeschriebenen Techniken.
Jiu Jitsu ist auch ein aus Japan stammendes Selbstverteidigungssystem, das tief in der japanischen Tradition verwurzelt ist, rein defensiv ist und deshalb auch die "Sanfte Kunst" genannt wird. Das moderne Jiu Jitsu beinhaltet neben dem konsequenten Erlernen der Technik auch die Charakterschulung und positive Persönlichkeitsentwicklung und fördert so zusätzlich das erforderliche Selbstbewusstsein für den Ernstfall.
 
Bei der Technik dreht sich alles um eine waffenlose Selbstverteidigung, das heißt der Verteidiger wehrt sich ohne Hilfsmittel gegen verschiedene Angriffe – gegen unbewaffnete, bewaffnete und auch mehrere Angreifer. In den Kursen werden Griffe und Techniken zur Selbstverteidigung wie Würfe, Hebel-, Würge- und Festlegegriffe geübt. Zudem lehrt dein Meister auch Schlag- und Tritttechniken gegen vitale Punkte (Schwachstellen) des menschlichen Körpers („Atemi -Techniken").

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Aha: Aus dem klassischen Jiu Jitsu entwickelten sich neue Kampfkunstsysteme und Kampfsportarten, wie Judo, Aikido und Karate.

Aikido
Aikido ist eine friedfertige japanische Kampfkunst, bei der im Mittelpunkt die Präzision der Technik steht. Wer Geduld und Disziplin erlernen möchte, wird hier genau richtig gefördert. Weiche und runde Bewegungen sowie spektakuläre Würfe zeichnen einen Aikido-Kampf aus. Man nimmt die Energie des Angreifers auf und wandelt diese in eine neue Bewegung um, um sich so zu verteidigen.
 
Da beim Aikido keine Wettkämpfe ausgetragen werden, ist es ein buntgemischter Sport. Es gibt keine Unterteilung in Alters- oder Gewichtsklassen – man übernimmt in den Trainingseinheiten wechselnd die Rolle des Angreifers und des Verteidigers. Als Aikido-Schüler trägt man dabei einen reißfesten Kampfanzug wie beim Judo. Er dient bei vielen Techniken zum Festhalten. Fortgeschrittene und Meister tragen darüber noch den Hosenrock „Hakama“.
 
Systema
Systema ist eine wiederentdeckte russische Kampfkunst. Ziel ist es, durch minimalen Kraftaufwand das Meiste zu erreichen, um sich auch gegen ungleiche Gegner verteidigen zu können. Es werden verschiedene Techniken (Nahkampf, Bodenkampf, Waffenkampf und Gesundheit) gelehrt, um „den Gegner dahin zu führen, wo man ihn haben möchte“.
 
Durch das ganzheitliche Training wird das gesamte Wohlbefinden auf körperlicher und seelischer Ebene gesteigert, denn der Leitgedanke besagt, dass die Fähigkeiten, die man als Systema-Kämpfer benötigt, in einem selbst liegen. Um diese Fähigkeiten zu erkennen, erwirbt der Systema-Student die Fähigkeiten, seinen Atem bei allen Bewegungen optimal einzusetzen, dadurch Anspannungen zu vermeiden und seine Haltung so zu optimieren, um durch fließende Bewegungen einen minimalen Kraftaufwand auszulösen.
Eine allgemein effektive Atmung und der Weg diese Atmung in den richtigen Situationen zu verwenden, hilft dir dein Leben besser zu kontrollieren.
 

Der innere Weg

Vielleicht ist Kampfsport bisher der Sport gewesen, den du nicht in Betracht gezogen hast, aber selbst Fitnessstudios vertrauen auf Übungen, die aus diversen Kampfstilen entspringen und deiner Fitness einen Kick geben. Viele der von uns näher betrachteten Stile tragen eine Philosophie mit sich, die nicht nur der Vitalität deines Körpers zu Gute kommt, sondern auch Selbstbewusstsein schaffen mit unangenehmen Situationen lockerer umzugehen.
 
„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ – viele weise Sprüche begleiten uns schon von klein auf. Viel wichtiger ist so eine Einstellung in Einklang mit Körper und Geist zu bringen und sie zu leben. Neben Kampf und Selbstverteidigung ist es daher elementar, seine Stärken im eigenen Kopf zu trainieren und zu perfektionieren.
 
Mediation und Yoga sind bekannte Wege – selbst bei den Shaolin Mönchen – um zu sich zu finden und den Körper auf eine ruhige Art und Weise zu trainieren.

Tai Chi
Tai Chi ist als Gesundheitssport auch unter dem Namen „chinesisches Schattenboxen“ bekannt, da langsame und fließende Bewegungsabläufe ausgeführt werden. Die Bewegungen der fernöstlichen Kampfkunst sehen so aus, als würde man mit einem unsichtbaren Gegner ringen. Die Übungen sind nicht auf Leistung und Wettbewerb ausgelegt, sondern man praktiziert diese für sich.
Körperwahrnehmung ist daher beim Tai Chi das A und O. Durch regelmäßiges Üben kann man Haltungsfehler korrigieren, Muskelverkrampfungen lösen und die eigene Beweglichkeit erhöhen.
Von den tänzerisch-harmonischen Bewegungen und der tiefen Bauchatmung profitiert auch die Psyche: Durch die genau festgelegten Abfolgen der Übungen wird Stress abgebaut und Entspannung gefördert.
So sollen Selbstheilungskräfte aktiviert, allgemeine und chronische Müdigkeit verringert, Einschränkungen des Bewegungsapparats reduziert und das Immunsystem gestärkt werden.
 
Die Mischung macht’s
Qigong und Yoga sind beispielsweise weitere Bewegungs-, Konzentrations- und Meditationssysteme, die auf die Stärkung deines Körpers von Innen heraus einzahlen.
Lass dich einfach inspirieren, was dir für Kampfsportarten oder Konzentrationssysteme gefallen und probiere es einfach aus. Ob hart und herzlich oder voller Ruhe. Bei den zahlreichen Kampfkunst- und Kampfsportarten ist bestimmt etwas dabei, was genau zu dir passt.

Kampf der Blase

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